ERICH AUF DEM PAPAGEIENBERG

Ein Dokumentarfilm über UFO-Mythen, Esoterik und postkoloniale NarrativeVon Jonathan Jäggi und Tobias Kubli
Produziert von point de vue


Facts

Produktion: point de vue
Genre: Dokumentarfilm
Sprache: Spanisch / Deutsch
Länge: 90-120 Minuten
Format: DCP, 16:9, Farbe
Status: in Entwicklungsphase
Förderung: Migros Story Lab (Stufe I)
Pitchings: 78. Locarno Film Festival, 61. Solothurner Filmtage, 57. Visions du Réel – Nyon
Tags: Postfaktische Gesellschaft, Esoterik, Verschwörungstheorien, Aussteigertum, Post-Kolonialismus, New Age, Mystisch-esoterischer Tourismus

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In der argentinischen Kleinstadt Capilla del Monte treffen UFO-Mythen, Esoterik, Verschwörungserzählungen, Religion und mystischer Tourismus aufeinander. Während unterschiedliche Gruppen um Deutungshoheit ringen, erzählt Erich auf dem Papageienberg anhand des Dorfes von konkurrierenden Wahrheiten und davon, wie sie Gemeinschaft, Macht und Identität formen.


Projekt

Ausgangspunkt ist Capilla del Monte, ein UFO-Hotspot in Cordoba, Argentinien, wo westliche Esoterik auf lokale Glaubenssysteme trifft. Die Kleinstadt liegt am Berg Cerro Uritorco (aus dem Quechua «Papageienberg»), auf welchem in den 80ern ein UFO gelandet sein soll. Der Film beleuchtet wie pseudowissenschaftliche Erzählungen, wie Erich von Dänikens Prä-Astronautik, nicht nur eurozentrische Weltbilder reproduzieren, sondern auch von rechten Ideologien vereinnahmt werden. Interviews mit Einheimischen, Historiker:innen und UFO-Gläubigen verbinden sich mit stilisierten Reenactments und der persönlichen Familiengeschichte des Filmemachers.«Erich auf dem Papageienberg» zeigt, wie Mythen entstehen, welche gesellschaftlichen Auswirkungen sie haben und warum sie für viele zur Lebensrealität werden.


Motivation

Wir wuchsen mit Verschwörungstheorien, Aliens und Geistergeschichten auf – einst spielerische Fantasien. Heute sehen wir, wie solche Narrative von rechten Ideologien vereinnahmt werden. Aus jugendlichen Gedankenexperimenten werden alternative Fakten, die die Demokratie und unser Zusammenleben gefährden. Unser Projekt will zeigen, wie Fiktion Realität formt und weshalb die postfaktische Gesellschaft immer grössere Teile der Bevölkerung erreicht. Wir wollen unseren Blick jedoch nicht primär auf UFOs oder Aliens richten, sondern auf die sozialen und kulturellen Dynamiken, die am Beispiel von Capilla del Monte durch die Vermischung westlicher Esoterik, pseudowissenschaftlicher Theorien und lokaler Glaubenssysteme entstehen.


Team

Production: point de vue

Regie: Jonathan Jäggi

Jonathan Jäggi (1993) ist ein schweiz-argentinischer Filmemacher. Er machte einen Bachelor Abschluss in Multimedia Production an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur und arbeitete danach bei der Produktionsfirma C-Films. Anschliessend studierte er an der Universidad del Cine in Buenos Aires, Argentinien. 2026 schloss er den Master in Regie an der Zürcher Hochschule der Künste an, und arbeitet zurzeit als Multimedia Produzent für das Architekturmagazin Hochparterre sowie als freiberuflicher Filmemacher und Künstler. Sein Debütfilm TRANQUILLO (2018) lief an den Hofer Filmtagen und war an den Solothurner Filmtagen für den Prix du Public nominiert. Mit dem Expanded Cinema Projekt FRACTURA (2024) performte er im Rahmen des International Experimental Film & Video Festival Videoex.

Co-Regie und Kamera: Tobias Kubli

Tobias Kubli (1992) hat sich seit 2011 ganz dem bewegten Bild verschrieben. Durch diverse Jobs als Beleuchter und Kameramann erlernte er sein filmisches Handwerk. Seit 2013 arbeitet er als freischaffender Filmemacher und Kameramann im In- und Ausland. Als Regisseur konnte er 2021 mit seinem Kurz-Dokumentarfilm RUN FAST, BITE HARD an den Internationalen Kurfilmtagen Winterthur Premiere feiern. Sein erster Spielfilm als Kameramann, TRANQUILLO, kam 2018 in die Kinos. Derzeit ist der Spielfilm WOLVES von Jonas Ulrich, Tobias zweiter Film als Chef-Kameramann, in der Festivalauswertung.

ein Primat praxis film


Kontakt

Jonathan Jäggi – [email protected]
Tobias Kubli – [email protected]